Forschungsgruppe Altern und Lebenslauf (FALL)

Forschung: ! Flexibilisierung

 

Möglichkeiten und Probleme der Flexibilisierung des Übergangs in den Ruhestand

Gefördert von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG), 1993-1997

 


Projektbeschreibung

Die aktuelle demographische, arbeitsmarkt- und sozialpolitische Entwicklung läßt eine Flexibilisierung des Übergangs in den Ruhestand als besonders vordringlich erscheinen. Die Probleme der Flexibilisierung sind jedoch nach wie vor erheblich. Die Studie hat das Ziel, die Formen des Übergangs, insbesondere die alternativen Flexibilisierungslösungen, typisierend zu beschreiben und mit Bezug auf betriebliche Strategien, Arbeitsmarktbedingungen, sozialpolitische Ausgliederungsinstrumente sowie individuelle Merkmale und Präferenzen zu erklären. Dazu untersuchen wir das Verrentungsgeschehen auf zwei Ebenen.

Auf der betrieblichen Ebene wird zum einen das Zustandekommen von institutionellen Lösungen anhand von 20 Unternehmensfallstudien in Ost- und Westdeutschland analysiert. Einbezogen werden unterschiedliche Branchen und Betriebsgrößen. In der zweiten Projektphase, die seit Mitte 1995 angelaufen ist, beschäftigen wir uns dabei insbesondere mit den Auswirkungen von dezentralen Netzwerken zwischen betrieblichen und außerbetrieblichen Akteuren. Die Datenbasis bilden Experteninterviews mit institutionellen EntscheidungsträgerInnen. Zum anderen werden diese Fallstudien durch Auswertungen von repräsentativen Datensätzen wie dem SOEP und der Beschäftigtenstatistik ergänzt, so daß der Einfluß von betrieblichen und arbeitsmarktbezogenen Variablen umfassender geklärt werden kann.

Auf der individuellen Ebene werden biographische Entscheidungen anhand von Einzelfallstudien mit älteren Beschäftigten und FrührentnerInnen rekonstruiert. Diese werden wiederum eingebettet in Auswertungen des SOEP, in denen der Einfluß von individuellen Variablen (soziodemographischen Merkmalen, Erwerbsverläufen) auf das Übergangsverhalten bestimmt wird.


Mitarbeiter

Prof. Dr. Martin Kohli (Projektleiter)
Christina Teipen (wiss. Mitarbeiterin)
Eckhard Zierep (wiss. Mitarbeiter)
Jochen Ernst (wiss. Mitarbeiter 1993-1995)
Tanja Hoffmann (wiss. Mitarbeiterin 1996-1997)
Gunther Knauthe (stud. Mitarbeiter)
Andreas Willisch (stud. Mitarbeiter)
Jürgen Warneck (stud. Mitarbeiter 1993-1995)


Wichtigste Veröffentlichungen

Abschlußbericht der ersten Projektphase:
Kohli, Martin (Hrsg.) (1995): Möglichkeiten und Probleme einer Flexibilisierung des Übergangs in den Ruhestand. Projektbericht an die DFG. Berlin: Institut für Soziologie.

Für einen Ausblick auf die zweite Projektphase vgl.:
Teipen, Christina & Andreas Willisch (1995): Dezentralisierung von Großunternehmen und regionale Verflechtung von arbeitspolitischen Akteuren: Die Auswirkungen institutioneller Reorganisation auf den Übergang in den Ruhestand. Berlin: Institut für Soziologie (FALL-Forschungsbericht Nr. 52).

Zu weiteren Ergebnissen vgl.:
Teipen, Christina & Eckhard Zierep (1996): Konsensuelle und konfliktorische Frühverrentung - Der flexible Übergang in den Ruhestand im Kontext unterschiedlicher Arbeitskräftestrategien. In: Zeitschrift für Gerontologie und Geriatrie, 29, 334-338.

Zu weiteren Veröffentlichungen vgl. die Literaturübersicht der Forschungsgruppe.


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